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Instandhaltungsarbeiten an der Grenze abgeschlossen Francais
Magali Daverton, Unterpräfektin von Wissembourg, und Landrat Fritz Brechtel, Landkreis Germersheim, haben dieser Tage in Wissembourg durch Abzeichnung des Arbeitsprotokolls die Instandhaltungsarbeiten an der deutsch-französischen Grenze zwischen Lauterbourg und Wissembourg offiziell für beendet erklärt. Die Verpflichtung zur Instandhaltung der Grenze geht zurück auf den Deutsch-Französischen Vertrag vom 14. August 1925.

Der in Paris unterzeichnete Vertrag zur Festlegung der deutsch-französischen Grenze, in Anwendung und Konkretisierung der Bestimmungen des Versailler Vertrages vom 28. Juni 1919, beschreibt den Grenzverlauf und regelt einen Gebietstausch in einer Gesamtgrößenordnung von 7000 m². So musste Frankreich 0,0058 ha aus der Gemeinde Wissembourg und 0,6509 ha aus der Gemeinde Lauterbourg an Deutschland abgeben, während im Gegenzug das Deutsche Reich 0,006 ha aus der Gemeinde Schweighofen und 0,5237 ha aus der Gemeinde Berg an Frankreich abtrat.

Dieser Vertrag ist Grundlage für die nun durchgeführten Grenzarbeiten zwischen Lauterbourg und Wissembourg : Neuvermarkung fehlender Grenzsteine, Erneuerung beschädigter Kennzeichnungen, Aufrichtung schief stehender Grenzsteine. Die Instandhaltung der Grenzsteine ist unverzichtbar, da diese immer wieder durch Geländebewegungen oder Wurzeln verschoben werden oder auch durch Holzfäller und Landwirte, wenn sich die Grenzsteine dem schweren Gerät in den Weg stellen.

Seit 1826 markieren an die 706 Grenzsteine aus Sandstein, jeder 300 - 400 kg schwer, präzise den Grenzverlauf zwischen den beiden Ländern. Die ältesten unter ihnen sind auf der einen Seite mit einem B für Bayern gekennzeichnet und auf der anderen Seite mit einem F für Frankreich. Ïn Zeiten der Annexion Elsass-Lothringens durch das Deutsche Reich, zwischen 1870 und 1918, wurde das F in ein E für Elsass abgewandelt. Später wurde das E wieder zugunsten des F entfernt. Die jüngsten Grenzsteine schließlich zieren die Buchstaben D und F für Deutschland bzw. Frankreich. Künftig sollen aus Kostengründen einfache Abzeichen aus Verbundmaterial zum Einsatz kommen.

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